Ein Familienereignis veranlasste mich dieses Jahr im Weser-/Elbegebiet sowie an der friesischen Küste zu verbleiben. Ich wollte meine Enkelin wachsen sehen.
Daneben blieb aber Zeit für Törns mit meiner Swantje um altes aufzufrischen sowie neues zu erlebenund auch meine Frau kam für 14 Tage zu einem Törn auf der Unterelbe an Bord.
Wie immer berichtete ich im Von Bord-Tagebuch von meinen Fahrten. Nachstehend die Kurzbeschreibungen der Törns. Des weiteren sind unter dem Stichwort "Planung" viele Informationen
ersichtlich, die ich bereits ab Winter im Rahmen der Törnplanung
gesammelt habe.
21. bis 23. April Helgoland 98 sm 30. bis 01. Mai Fedderwarden 42 sm 12. bis 14. Mai Wilhelmshaven 102 sm 24. bis 30. Mai Ostfriesen 183 sm 07. bis 27. Juni Nordfriesen u. Eider 302 sm 10. bis 23. Aug. Unterelbe 235 sm 08. bis 09. Sept. Fedderwarden 42 sm 16. bis 18. Sept. Helgoland 98 sm
Helgolandfahrt Aufgrund des guten Wetters bereits Ende April. Gert (Admiral) hat mich auf der Swantje begleitet. Wir genossen den noch leeren Helgoländer Hafen. http://www.youtube.com/watch?v=ZMsJBW4JtNQ
Fedderwarden Das weiterhin gute Wetter hat mich zu einem 1. Mai-Trip nach Fedderwarden veranlasst. Bereits 2 Stunden nach Niedrigwasser Bremerhaven verließ der
Ausflugsdampfer Wega den Fischereihafen von Fed`siel, so dass auch ich
einen Versuch wagte. Durch den noch ganz schmalen Priel konnte ich so
bereits um 14:00 den Schwimmsteg im Hafen erreichen.
Herrlich - einziges Boot - und das blieb auch so bis zum 1. Mai um 14:30.
Ich verlebte einen schönen 1. Mai-Feiertag (Krabbenpulen, Spaziergang nach Burhave usw.) bevor ich um 16:30 meine Rückreise antrat.
Zuvor konnte ich auch noch die rasante Ausfahrt des Tochterbootes der DGzRS beobachten. http://www.youtube.com/watch?v=QPh9Da3Dn04
P.S: Ilse musste am Donnerstag leider arbeiten und konnte nicht mitkommen :((
Wilhelmshaven
Detlef war nach einiger Arbeit an der neu erworbenen Parzelle nun auch startbereit. So sind "Kunkelsuse" und "Swantje" zusammen Richtung Wilhelmshaven ausgelaufen. Der starke Ostwind mit 5-6 ließ es uns nicht ratsam erscheinen, Wangerooge anzulaufen (50 cm weniger Wasser!). Aber mit dem Nassauhafen (siehe Bild) in Wilhelmshaven des WSC http://www.segelnimwsc.de/
haben wir ein erstklassiges Ziel gehabt.
Wir genossen mit ausgiebigen Fahrradtouren einen schönen Mittwoch, wobei insbesondere auch Rüstersiel http://www.ruestersiel.de/grafiken/hafen.jpg
uns beindruckte.
Wir genossen ein kühles Getränk in Schröder`s schöne Aussicht http://www.schroeders-schoene-aussicht.de/page12.html
Diesen Hafen auch einmal per Boot anzulaufen, würde uns schon reizen.
Vorsorglich daher ein Link des RSC http://www.rsc-wilhelmshaven.de/Gastinfo.html
Am Donnerstag sorgte ab 07:00
Starkwind von 6 Bft bei gereftem Groß für eine rasante Fahrt auf der
Jade. Leider kam der stetig auffrischende böige Wind auf der Weser zu
spitz, so dass unter Stützgroß die Maschine mithelfen musste.
Zufrieden erreichten wir bereits gegen 14:00 Bremerhaven
Ostfriesen im Mai „Manta“ u. „Swantje“ sind gemeinsam Richtung Hooksiel mit der 12:00 Schleuse ausgelaufen. Schwachwind erforderte bis zu den Türmen motoren unter Stützgroß.
Ein Gewitter hat uns noch gestreift. Fasziniert und gleichzeitig mit
aller gebotener Vorsicht konnte ich einen Lichtbogen beobachten, der
sich zwischen meinem Achterstagisolator und dem Aluminium-Bootshaken gebildet hatte. Zum Glück blieb die Elektronik heil. Wir haben hier in Hooksiel heute bereits einen schönen Vormittag verlebt mit Spaziergang zum Alten Hafen. Auch den Samstag blieb ich in Hooksiel, während Manta wieder nach hause musste. Sonntag ging es um 08:00 dort durch die Schleuse mit Ziel Spiekeroog. Die
Bedingungen waren aufgrund des einsetzenden Flutstromes in der Jade
nicht gerade günstig. Aber ich wollte zum Mittags-HW Spiekeroog erreichen und nicht in den Abend hineinfahren.
Vor den Inseln war dann auch noch starker Westwind gegen mich, so dass
ich mich entschloss, bereits bei Wangerooge in das Seegatt Harle
einzulaufen und über das Wattfahrwasser den Hafen von Spiekeroog zu
erreichen. Eine gute Entscheidung bei mittlerweile bis auf 6 Bft
aufgefrischtem Westwind.
Nach dem „Vatertags-Wochenende“ ist hier im Hafen nun wieder Ruhe eingekehrt.
Gegen 14:00 traf ich dort ein.
Schön, wenn man wie ich Zeit hat und antizyklisch fahren kann.
Nordfriesen und Eider im Juni Diese schöne 3-wöchige Tour fuhren Detlefs Kunkelsuse und Swantje wieder gemeinsam. Helgoland, Wittdün(Amrum), Hörnum(Sylt) und von dort in die Eider mit folgenden Stationen: Schülpersiel (uriger Sielhafen), Tönning (schöner alter Hafenflair), Friedrichstadt (Holländerstädtchen), Süderstapel und Bargen (schöne Natur und Baden), Lexfähre. Das Revier der Eider habe ich sicherlich nicht zum letzten Mal aufgesucht ! Auch im nachherein stöbere ich noch gern in Petras Bildverzeichnis und blättere im Bord-Tagebuch.
Für den 14-tägigen Törn mit meiner Frau Ilse verwandelte ich Swantje vorübergehend in ein Komfortschiff: Wir sind am Montag 10. August nach einer ruhigen Überfahrt (Foto als
Beweis; Ilse konnte ihre beliebte Haltung einnehmen) um 15:30 in den beschaulichen naturnahen Hafen von Otterndorf eingelaufen.
Nach etwas Regen Dienstagvormittag stand dann die Besichtigung des -abseits der Hauptstr.- schönen Otterndorf an + Einkaufen.
Nachmittags gings mit dem Rad am Hadelner Kanal und später am Deich entlang nach
Neuhaus, dessen alten Hafen gegenüber der Werft wir am kommenden Tag anlaufen
wollten.
Am Mittwoch ging es nur vor halb ausgrollter Genua bei
5-6 Bft hinein die Oste ein - ein in der Mündung sehr strömungsreiches
Gewässer.
Wir lagen kurz hinter dem Sperrwerk bei Neuhaus herrlich im Grünen.
Ilse war zufrieden - insbesondere mit meinen abendlichen Kochkünsten.
Donnerstag stand eine Fahradtour nach Oberndorf an der Oste im Program. Dort
konnten wir frisch geräucherten Aal für unser Abendbrot erstehen.
Entsprechend der Tide sind wir immer frühmorgens gefahren und habe auf
diese Weise die Häfen Glückstadt, Krückaumüdung (nahe Elmshorn) und den naturnahen Hafen Haseldorf gegenüber von Stade erreicht.
Wir waren putzmunter, viel mit dem Rad unterwegs, aber ließen auch das
Faulenzen an Bord -mit dem Buch in der Hand- nicht zu kurz kommen.
Mit dem Hafen von Neuenschleuse hatten wir am Montag einen Hafen dicht bei Jork und mitten im Obstanbaugebiet gefunden.
Hier unternahmen wir eine schöne Rundtour mit dem Fahrrad.
Dienstag gings weiter über die Schwinge direkt an die Altstadt von
Stade. Ein schöner komfortabler Hafen, mit guten Sanitäreinrichtungen
und einem netten umsichtigen Hafenmeister. Kein Wunder, dass es hier am
Wochenende immer voll wird.
Tide bedingt ging es Mittwoch um 14:00 von Stade (nach mittaglichem Stadtbummel) mit dem Ebbstrom in einem Rutsch wieder in die Ostemündung.
Warten in Otterndorf (im Strandkorb) auf günstigen Wind Richtung Wesermündung, am Samstag bei etwas unruhiger See (für Ilse zum K...) rasch nach Fedderwarden und am Sonntag ging auch dieser Törn in Bremerhaven zu Ende.
Mit dem Motorsegler "Vagabund" von Fritz geht es im Zeitraum vom 19. Sept. bis 27. Sept. auf "Herrentour" durch den Küstenkanal - ein schöner Saisonabschluss über Weser und Hunte nach Oldenburg, durch den Küstenkanal
in die Ems und dann im Wattfahrfasser der Ostfriesen zurück nach
Bremerhaven. Der folgende Kartenauszug aus einer offiziellen Karte
der Bundeswasserstraßen (Infos für die Sportschiffahrt (C) BMVBS WS 13
Bonn 2008 W 162 v) zeigt unseren geplanten Rundkurs. Dabei sind
folgende Schleusen zu passieren: Oldenburg (in den
Küstenkanal) Dörpen (Übergang zum Dortmund-Ems-Kanal) Bollingerfähr
(bei Hede im Dtm-Ems-Kanal) Herbrum
(hier beginnt die tideabhängige Ems) Bei
Leer ist in der Ems außerdem die Jann-Berghaus-Brücke (Klappbrücke) zu
passieren. Wegen der Brücken im Küstenkanal muss der Mast gelegt
sein. Daten des Küstenkanals (Wikipedia)
Allgemeine Infos zur deutschen Norseeküste sind den umfangreichen Seiten des WTG (Wassertourismus-Guide) zu entnehmen.
1993 hatten wir mit der damals frisch erworbenen Swantje unseren ersten Sommertörn Richtung Nordfriesische Inseln unternommen. Damals voller Tatendrang nahm ich es mit den Wasserstandsvorhersagen nicht so ganz genau. Unser unfreiwilliges Trockenfallen im Watt vor Friedrichskoog auf dem Weg nach Büsum ist mir noch lebhaft in Erinnerung.
Seit damals sind die Informationsmöglichkeiten über das Revier stetig gestiegen. So will ich an dieser Stelle insbesondere auch auf Infos aus dem Internet verweisen.
Durch Mausklick auf nebenstehendes Bild wird die Internetseite des Hafen-Magazins "Sejlerens" erreicht, sicherlich vielen Wassersportlern aus Dänemarkaufenthalten bekannt. Dort sind für mich z.B. folgende Infos interessant: Wittdün/Amrum Hallig Hooge Neuhaus/Oste Stade, Stadthafen Accumersiel
Auch die Eider mit ihren vielen Liegemöglichkeiten scheint mir einen Besuch wert. Das Eider-Sperrwerk ist schon imposant ! Gleich dahinter hat Detlef bereits Schülperneuensiel ausgeguckt (Wilfrird Erdmann war im Sommer 2005 mit seiner Hansa Jolle hier) Gute zusammenfassende Revierinfos Eider bei Yacht online. Außerdem der unentbehrliche Kalender mit Schleusen- und Brücken-Betriebszeiten des Wasser- und Schiffahrtsamtes Tönning
Per Mausklick auf das Logo wird diese nicht kommerzielle Seite mit guten Hafen-/Revierinfos für das Gebiet Ostfriesland (Weser über Jade bis Ems) erreicht.
Auf jeden Fall will ich auch den malerischen Hafen Greetsiel anlaufen.
Auch der Besuch der kleinen Insel Baltrum soll keinesfalls fehlen. Das kleine Baltrum ist nicht von See her, sondern nur über den Wattenweg für Schiffe bis 1,5 m Tiefgang anlaufbar. Also gerade noch gut für Swantje mit 1,4m.
Überblick der wichtigsten Elbe-Häfen (Link zu Sejlerens), Hafenbildern (Petras Bildersammlung) und die Entfernung von Cuxhaven
Pagensander Nebenelbe mit Mündungen Pinnau und Krückau Betonntes, ca. 2m (bei Nw) tiefes Fahrwasser; beliebter Ankerplatz Von hier Zugang zu den beiden Dockhäfen Pinnau und Krückau Die Elbinsel Pagensand steht unter Naturschutz, darf jedoch betreten werden. Anlandung mit Dingy bei grüner Tonne PN13
Haseldorfer Binnenelbe Sie ist die Fortsetzung der Pagensander Binnenelbe und führt über das Dwarsloch beim Feuer Juelssand wieder in die Elbe. Hier ist auch der WSC Haseldorf ansässig mit einer sehrschönen Clubanlage in ländlicher Idylle.
Hahnöfer Nebenelbe Quasi gegenüber Yachthafen Wedel liegt hier hinter dem Hanskalbsand der Altländer Yachtclub mit seiner gepflegten Anlage. Ideale Ausgangslage zum 5km entfernten Jork, dem "Herz des Alten Landes".
das schöne Buch von Wulf Sander "Ostfriesland rund" entdeckt, welches auf amüsante Weise nautische Informationen mit persönlichen Erzählungen vereint und auch durch gute Fotografien besticht.
Für die geplante Befahrung der Elbe habe ich mir den Törnführer "Elbe Band 3" mit unverzichtbaren nautischen Informationen zugelegt.
Im Stile eines Tidenkalenders mit wichtigen Infos zu UKW Funk, Lagemeldungen, Radarberatung, Schleusenzeiten, Telefonnummern, Wetter ... auch druckbar als PDF (Super Idee) Pünktlich zur neuen Saison wird der Revierkalender wieder zum
download bereitgestellt. Aus Aktualitätsgründen wird das aber erst im
März sein.